2015 Flohmarkt Artikel

Für einen Tag der Nabel der Region

3. Etzlebener Flohmarkt mit neuen Besucherrekord

Weit über 1000 Besucher schlenderten am 11. Juli durch die Straßen um den Schulplatz auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen. Bei 43 Hobbytrödlern von Hettstedt bis Gotha, von Mühlhausen bis Apolda und 16 Ständen und Höfen der Einwohner blieben keine Wünsche offen.

Dies war auch ein großes logistisches Problem - wohin mit den über 500 Autos in der knapp 300 Seelen Gemeinde. Aber die Einsatzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Etzleben richtete Parkplätze auf einem Wiesengrundstück her und wies die Ortsfremden ein -stressfrei und immer mit einem Lächeln auf den Lippen.

Pünktlich um 9.00 Uhr als der Marktschreier den Markttag offiziell eröffnete war auch schon der Grill in vollem Gange und manche Besucher begannen ihre Jagd gestärkt mit einer Bratwurst. Insgesamt wurden in über 9 Stunden dem Grillteam des Feuerwehrvereins Etzleben 200 Rostbratwürste und ca. 100 Brätel  aus den Händen gerissen. Dazu gab es noch über 300 Portionen Erbsensuppe, unzählbare Eisportionen und in den 6 offenen Höfen wurden zum Kaffee über 25 Kuchenbleche, Plätzchentabletts und sogar Pommes abgeräumt. Wirklich, gegen 15.00 Uhr waren alle kulinarischen Leckerbissen aufgebraucht denn mit so einem Ansturm von Liebhabern des Backwerkes war nicht zu rechnen. Einen Kaffee oder gut gekühltes Wasser war aber noch für jeden da und für den ganz schlimmen Hunger schmierten die Gastgeber noch Fettbemmen mit Gurke.

Für dieses Engagement gab es von den Besuchern reichlich Spenden, die zum Teil dem Kinderhospiz in Tambach und der Finanzierung eines AED (Automatisierter externer Defibrillator) zu gute kommen werden.

Erstmals konnte mit Herbert Margyar aus Buttelstedt ein Unterhaltungskünstler durch Herr Hubert Hausschild gewonnen werden. In über 3 Stunden begleitete er die Besucher und Händler auf dem Schulplatz und lud zum Mitsingen oder wenigstens zum Rhythmusklopfen ein. Die Finanzierung dieses Höhepunktes übernahm Herr Hausschild als, so wörtlich: „seinen Beitrag zum Gelingen des Flohmarktes“.

Wie letztes Jahr begonnen, fanden auch wieder zwei Führungen durch die Kirche von Etzleben durch den Pfarrer Jens Bechtloff und Frau Gisela Stang statt. Viele Besucher erfuhren Interessantes aus  Geschichte und Architektur des Kirchenbaues, erklimmten die zweite Empore und schmunzelten über die eine oder andere Anekdote aus vielen Jahren der Kirchenkultur der Gemeinde.

Ein weiterer wichtiger Beitrag zum ganz besonderen Flair dieses als Markt getarnten Dorffestes waren vor allem auch die Händler. „Wenn ich für 3 m woanders 20 € Standgebühren zahle, muss ich das zuerst wieder rein bekommen. Bei euch kann ich meine Meterzahl selbst bestimmen und wenn ich nichts los werde, mache ich auch kein Minus“, oder: „Ich fahre sonst nie zu einem Trödelmarkt, weil ich denke, dass ich mich für meinen Kram schämen muss, hier gibt es so viel Krempel, da falle ich nicht auf“ waren schnippische, aber doch nett gemeinte Rückmeldungen.

Aber das Wichtigste und die wirkliche Motivation zum Weitermachen für alle mitgestaltenden Einwohner ist das Resüee der Besucher. Stellvertretend für alle Superlative in den „Hofkaffee´s“, für das „echt lecker“ am Grillstand und dem „Mist, mein Geld ist alle, hier gibt es so schöne Sachen, damit habe ich nicht gerechnet“, steht ein Zitat aus einer Mail von Frau Noak aus Heldrungen

Ja, versprochen, wir machen weiter so, aber erst im nächsten Jahr und nicht wie von manchem Gast gefordert, am nächsten Wochenende.

Peter Keßler

(Artikel redaktionell gekürzt)

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