Mit Power durch den Regenschauer

Mit 52 Trödelständen (39 Auswärtige und 13 Einwohner) und den 5 offenen Höfen der Familien Windrich, Stang, Mendler, Schneider und Kämpfe war wieder eine gute Grundlage für einen neuen Besucherrekord gelegt. Die extra für den Tag eingerichteten Parkplätze füllten sich schnell und die Einweiser der Freiwilligen Feuerwehr hatten alle Hände voll zu tun. Mancher Besucher konnte es sich auch nicht entgehen lassen, bevor er die Trödelzone betritt, schnell noch eine Bratwurst als Marschverpflegung am Stand des Feuerwehrvereins zu ordern. Gut gestärkt und bei idealen Flohmarktwetter (heiter bis bewölkt) schlängelten sich dann Besucher durch das „Zentrum“. Natürlich war es in manchen Gassen wieder so eng, dass  maximal zwei Personen nebeneinander passieren konnten, aber die Geduld der Besucher wurde dadurch ja nicht strapaziert- ihnen blieb einfach mehr Zeit an den Ständen zu schauen.

Es ging auf Mittag zu und die Schlange vor der Gulaschkanone wurde immer länger bis dann der Wettergott mal testen musste, wie wasserfest Einwohner, Händler und Besucher in Etzleben wohl sind. Als ob ein volles Staubecken sich über dem Dorf ergießt kam ohne große Ankündigung eine Flutwelle des Starkregens. Dies ging viel zu schnell für die meisten Besucher um die eigenen Fahrzeuge zu erreichen, so dass sie Unterschlupf in der Höfen und überdachten Einfahrten fanden. Manche Etzlebener machten daraufhin sogar ihre Garagen auf, dass alle Platz fanden und in einen Hof hielt eine im Wind  mächtig ächzende Markise, die schon, durch die Last des Regens, bedrohliche Einsenkungen  aufwies, 20 eng gedrängte Besucher vor der völligen Durchnässung ab. Nach 10 Minuten war alles vorbei, aber für manchen Händler eben auch. Und so traten schon einige den Rückzug an, die sich selbst nicht schonend, schützend über ihre Ware warfen. Die Besucher aber tranken erstmal einen Kaffee auf den Schreck und aßen ein extra großes Stück Kuchen um Energiereserven zum Weitersuchen zu schaffen.  Eigentlich war diese Straßenreinigung, laut Bestätigung durch den Marktschreier Hackepeter ja sogar beim Wetteramt von Petrus beantragt, aber für den Vorabend, damit alles blitzt und blinkt: „aber wie das so ist mit Ämtern, wenn man sie schnell braucht lassen sie sich Zeit, wenn man sie nicht braucht, sind sie plötzlich da.“ Ob sich dies nur auf den Regen oder auch auf das unangekündigte Erscheinen von Vertretern des Gesundheitsamtes die alle offenen Höfe zwecks Kaffee und Kuchenausschankes kontrollierten (man bedenke, es geht hier um Spenden zur Dorfgestaltung bzw. für das Kinderhospitz in Tambach) bezog, bleibt das Geheimnis des Marktschreiers. Auf alle Fälle ging auch dieser Überfall gut aus und nach dem Regen ließen sich die verbliebenen Gäste nicht vom weiteren Einkauf abhalten. Pünktlich um 13.00 Uhr begann die Versteigerung von einzelnen Händlerexponaten auf dem Schulplatz. Vom Designersessel über echte Gemälde bis zu einen aufblasbaren Weihnachtsmann kam noch einiges  unter den Hammer.

Dass es den ca. 800 Besuchern des 4. Etzlebener Flohmarktes wirklich Spaß gemacht hat, zeigten uns die netten Briefchen aus dem Flohmarktbriefkasten. „Der Etzlebener Flohmarkt ist super,…“ schrieb Fam. Schunk aus der Kurstadt, „Sehr schön gemacht!“ Fam. Jahnke (Altenbeichlingen), oder eine Berufsschulklasse aus Weimar schrieb: „Ein wunderschöner Flohmarkt, die Klasse MTA- O 14 bedankt sich für Ihre Gastfreundschaft.“  Und auch Fam. Czoppa aus den Hörselbergen schrieb: „Einfach Wahnsinn!!! Alle Leute freundlich, alle nett.“

Das ist uns natürlich nicht nur Motivation sondern auch ein Auftrag für das nächste Jahr, dann wieder bei Sonnenschein zum Ferienbeginn…

Euer Dbb

Peter Keßler

Impressionen