Etzleben im WK II

Zwei schriftliche Berichte sind über das Ende des 2. Weltkrieges in Etzleben bekannt. So die Aufzeichnungen des Müllers der Werthmühle, Hermann Rosenblatt, und ein Bericht des Kantors und Lehrers Willi Johannes Schütze. 

Im Bericht des Lehrers Johannes Schütze erwähnt, das uneigennützige und kreuzgefährliche Handeln der beiden Etzlebener Fritz Grimmer und Hein Fröbus. Beide wurden bei dem Versuch gestellt, eine weiße Flagge auf dem Kirchturm zu hissen und so die sinnlose Zerstörung Etzlebens zu verhindern. Bereits standrechtlich zum Tode verurteilt, entkamen beide nur knapp dem Erschießungskommando, welches bereits vor der Gastwirtschaft Worgt, ehemals Schönewerk, auf sie wartete.

Zwar nicht das Ende, aber ein beredtes Zeugnis der Zeit unter Hitler ist ein im Kriegsjahr1941 durch Etzlebener Jungs geschriebener Brief an ihren Kameraden an der Front. Das drei der vier Verfasser den als großes Abenteuer herbeigesehnten Kriegseinsatz nicht überlebten, sollte zum Nachdenken gemahnen.

Letztlich verloren 27 Etzlebener ihr Leben im 2. Weltkrieg, welchen mit einer kleinen Tafel am "Kriegerdenkmal" im Denkmalsgarten gedacht wird. Der ursprünglich Gedanke eines eigenen Gedenksteines für die Opfer des WK II wurde nach Aufstellen eines Findlings im Denkmalsgarten nicht weiter verfolgt. So steht der Findling ohne Inschrift neben den beiden Denkmalen in der Dorfmitte.

 

Bisher jedoch kaum erforscht und dokumentiert ist jedoch die Ankunft und der Durchzug der Flüchtlinge aus den Ostgebieten in Etzleben.


Bericht Schütze als pdf


Gefallenenliste WK II als pdf


Brief Willi 1941 als pdf


Bericht des Werthmüllers als pdf